ICH BIN

Gattung: Liebesgedicht

Textprobe

Das Fenster lügt und sagt: hier wartet Welt,
gefestigt scheinen alle Dinge dort,
gefertigt, Schöpfung — oder wie bestellt —
als trüge sie sich selbst, in einem fort.

Der Spiegel weiß wovon das Fenster schweigt,
er zeigt kein Sein — bloß aufgefangnes Bild —
was außen starrt, hat innen sich erzeugt,
weil sich das Ich in seine Welt erfüllt.

Jedoch da liegt der Stein und spottet Glas!
Die Hand greift zögernd nach den harten Sachen
noch. Kein Innen träumt mich. Ich vergaß —
die Welt ist hier zu formen und zu machen.

Doch wer sprach dem Stein: du bist, du bleibst?
Wer gab Gewicht ihm und sein kaltes Grau?
Ein Glaube, der ihn formte, still und schlau —
bis du vergaßt, daß du ihn selbst beschreibst.

Ich bin kein Spiegelglas noch bin ich Stein,
kein Ort, kein Name oder auch Gesicht —
und doch i

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