Gattung: Politisches Gedicht
Die Wolken ziehn wie schwere Fahnen, grau, als wüssten sie, was Menschen längst vergaßen — dass jeder Krieg beginnt im trügerischem Blau, das sich in grauer Asche hat verblasen. Und dennoch: irgendwo ein Kind, das lacht, ein Licht, das durch zerschossne Fenster fällt — als hätte sich die Welt noch nicht bedacht, ob sie sich lohnt, ob sie sich selbst noch hält. Die Stille weiß es schon — und hält die Wacht, als ob ein Atem zögert, nicht entweicht — ob dies Erschöpfung ist, ob Hoffnung sacht durch einen Riss im Dunkel weiter reicht. Die Stille weiß. Sie wartet. Und gedeiht. Noch ist es nicht zu spät. Noch ist es Zeit.