Gattung: Eines blinden Seefahrers
Lösch´ Deinen Überschwang in meinem Meer! Denn kein Kanal ist Deiner würdig. Auch wenn der weite Hellespont es wär´, nur meine Brandung braust Dir ebenbürtig. In meinen Wellen kühl´ die heißen Glieder, die Nachtflut wiegt Dich still und klar, Nejaden singen leise Muschellieder Und die Delphine tauchen Dir ins Haar. Die Augen blend´ ich mir ob Deiner Schönheit, Die Verse ruf´ ich achtlos in den Wind. Sind Tränen Trug oder die Wahrheit? Du liebst die Sehenden und ich bin blind.