Eine ödipale Andropologie
Gattung: Eine ödipale Andropologie (sehr frei nach Max Frisch)
Uraufführung: Stadttheater Baden-Baden / TAG Wien
Walter Faber, Ingenieur und Rationalist, überlebt eine Notlandung in der Wüste und wird durch eine Kette von Zufällen in eine Tragödie griechischen Ausmaßes verstrickt. Eine Bühnenfassung des Romans „Homo Faber" – über Technikgläubigkeit, blinde Flecken und das Schicksal.
Faber- Ich bin es gewohnt alleine zu reisen. Ich lebe
wie jeder wirkliche Mann nur für meine Arbeit.
Ich will es nicht anders und schätze mich glücklich. Alleine
zu wohnen, alleine zu reisen, alleine zu leben,
ist meines Erachtens der einzig erträgliche Zustand
für Männer. Ja: ich genieß es, allein' zu erwachen
und kein Wort zu reden. Reden zu müssen. Wo ist
die Frau die das hier begreift. Die Frage alleine:
„Wie hast Du geschlafen?" verdrießt mich. Weil ich
In Gedanken schon weiter voraus bin, gewohnt nur
nach vorne und niemals nach rückwärts zu denken. Sondern
zu planen. Ich bin gar nicht zynisch. Das muss auch gesagt sein.
Ich bin nur – und das -